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Personal/Hintergrund   Werra-Meißner

Nachruf Friedel Lenze

Der Tischtenniskreis Werra-Meißner trauert um sein Ehrenmitglied im Kreisvorstand Friedel Lenze, der am 28. Oktober 2019, im Alter von 79 Jahren verstarb.

Der Tischtenniskreis Werra-Meißner trauert um sein Ehrenmitglied im Kreisvorstand Friedel Lenze, der am 28. Oktober 2019, im Alter von 79 Jahren verstarb.

Friedel begann 1962 in Weißenborn mit dem Tischtennisspielen als „Überbrückung der Winterzeit“, denn schließlich war er damals aktiver und erfolgreicher Feldhandballer beim TuS Weißenborn. Friedel blieb dann am kleineren Ball „kleben“ und war bis zur Saison 2017/2018 für den TuS aktiv, bis ihn eine Krankheit zur Beendigung der aktiven Laufbahn zwang.

Bereits 1963 übernahm Friedel Lenze die Leitung der neuen Tischtennisabteilung im TuS und blieb bis 2003 deren Vorsitzender.

1966 begann dann die „ehrenamtliche Karriere“ von Friedel Lenze im Tischtenniskreis Eschwege. Zunächst war er als Beisitzer im damaligen Kreisrechtsausschuss tätig, wechselte dann 1972 auf die Ebene der Klassenleiter und übernahm die höchste kreisgebundene Spielklasse. 1981 erfolgte der nächste -logische- Schritt-, Friedel Lenze wurde Kreissportwart und damit Stellvertreter der Kreiswarte Willi Ernesti (TT-Kreis Eschwege), sowie von Hilmar Komorowski und Thomas Freitag (Tischtenniskreis Werra-Meißner). Im Jahr 2013 trat Friedel Lenze von diesem Amt zurück und wurde wegen seiner außergewöhnlichen Verdienste zum Ehrenmitglied des Kreisvorstandes ernannt und noch im selben Jahr mit dem Helmut-Wiegand Pokal ausgezeichnet.

In diesen 32 Jahren als Kreissportwart hat Friedel Lenze sämtliche Kreisturniere organisiert und saß in der Turnierleitung. Mit Ruhe und Übersicht hat er so manches Turnier auch zu nächtlicher/morgendlicher Stunde geleitet und war am nächsten Morgen wieder als erster Mann in der Halle. Bekannt war Friedel Lenze für seine Ruhe und Übersicht. Ich erinnere mich hier an die Hessischen Senioren Mannschaftsmeisterschaften, die wir in Reichensachsen ausgerichtet hatten und die Software nicht funktionierte. Friedel griff in seinen Koffer, holte entsprechende Spielbögen heraus und das Turnier wurde ohne Probleme durchgeführt. Sein alter Weggefährte Hilmar Komorowski nannte ihn nicht ohne Grund den „geborenen Sportwart und Turnierleiter“.

Friedel Lenzes Karriere als Kreissportwart sollte eigentlich schon lange beendet sein, bei einem Kreistag zu Beginn der neunziger Jahre in Aue hatte er seinen Rücktritt erklärt und bereits sein Abschiedsgeschenk erhalten. Nur weil kein Nachfolger gefunden werden konnte, erklärte sich Friedel Lenze bereit ein weiteres Jahr kommissarisch im Amt zu bleiben. Wie wir heute wissen, blieb er dies noch wesentlich länger. Er war mit Hilmar Komorowski, Willi Ernesti, Werner Käse , Harald Stöber sowie Uli Albrecht Wegbereiter für den heutigen Tischtenniskreis Werra-Meißner.

Friedel Lenze vertrat die Interessen des Tischtenniskreises Werra-Meißner als stellvertretender Bezirkssportwart auch im Bezirk Nord und in den Gremien des Hessischen Tischtennisverbandes bis 2014. Dabei scheute er sich auch nicht davor mit dem Vorstand des Verbandes anzuecken, wenn es darum ging praxisfremde Entscheidungen zu kritisieren. Friedel Lenze war es, der 2004 dafür sorgte, dass „altgediente“ Übungsleiter nicht zu regelmäßigen Hospitationen in Leistungszentren fahren mussten. Damit hatte er sich nicht nur Freunde beim Verband gemacht, aber gezeigt, dass auch der Norden eine Stimme hat. Diese Stimme ist nun leider verstummt.

Ausgezeichnet wurde Friedel Lenze nicht nur durch den Hessischen Tischtennisverband, der ihn 2013 im Rahmen der damaligen Beiratstagung mit der Ehrenmedaille - der höchsten Ehrung - seinen außergewöhnlichen Einsatz würdigte. Vom Werra-Meißner-Kreis wurde Friedel Lenze mit der Sportehrenmedaille ausgezeichnet. Friedel Lenze war nicht nur im Sport ehrenamtlich aktiv, er war auch auf politischer Ebene in seiner Heimatgemeinde und im Kreistag aktiv. Sein Kreistagsmandat legte er erst vor wenigen Wochen aus gesundheitlichen Gründen nieder. Für seinen außergewöhnlichen und vielseitigen Einsatz für das Gemeinwohl erhielt er im Januar 2007 das Bundesverdienstkreuz.

Der Tischtenniskreis trauert mit seiner Ehefrau und Familie. Wir werden Friedel immer in guter Erinnerung behalten, sein Name ist untrennbar mit unserem Sport.


Thomas Freitag

Kreiswart, Tischtenniskreis Werra-Meißner

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