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Einzelsport Erwachsene
12.10.2015

Tischtennis-Top48-Bundesranglistenfinale der Damen und Herren in Chemnitz/Sachsen

Benedikt Duda (TTC Schwalbe Bergneustadt) und Yuko Imamura (TTVg WRW Kleve) setzen sich erstmals an die Spitze – Zweiter Platz für Dang Qiu (TTC Ober-Erlenbach) – Sonja Busemann als Neunte beste Hessin

Zum viertenmal nach der Premiere 2012 im westfälischen Hagen hatte der der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) am Wochenende zur Top48-Bundesrangliste der Damen und Herren eingeladen, diesmal nach Chemnitz/Sachsen. Das zweitägige Event bietet allen 96 Startern (je 48 Damen und Herren) die Chancen auf den begehrten Titel beim wichtigsten nationalen Turnier hinter den Deutschen Meisterschaften, bei dem sich diesmal Benedikt Duda (TTC Schwalbe Bergneustadt) und Yuko Imamura (TTVg WRW Kleve) erstmals in ihrer Laufbahn als Sieger eintragen konnten.

Die 20-jährige Zweitliga-Akteurin Yuko Imamura, die nach Jugend-Nationalmannschaft, Abitur und einem halbjährigen Aufenthalt im Geburtsland ihres Vaters, Japan, ein Jura-Studium aufgenommen hat, bezwang bei ihrem Durchmarsch nach Jessica Göbel, die nach einer Schulteroperation langsam wieder in Fahrt kommt, und der Jugend-Europameisterin von 2014, Chantal Mantz im Finale auch die Gewinnerin von 2006, Tanja Krämer.

Bei den Herren, setzte sich der topgesetzte Benedikt Duda, der vor dem Turnier angekündigt hatte, er wolle den Titel holen, ebenfalls ungeschlagen durch. Der 21-jährige Bergneustädter Erstliga-Spieler gewann wie Imamura zum ersten Mal das Bundesranglistenfinale. Es war sein dritter Anlauf nach 2012 (Achtelfinale) und 2014 (Viertelfinale). Im Endspiel von Chemnitz besiegte er seinen U23-DTTB-Kader-Kollegen Dang Qiu vom hessischen TTC Ober-Erlenbach in sechs Sätzen. In einer absolut ausgeglichenen Partie nutzte er bei eigenem Aufschlag seinen ersten Matchball zum 11:7. Gegner Qiu war mit der Platzierung zufrieden, schränkte aber ein: "Wenn man schon mal in so einem Finale steht und seine Chancen hat, ärgert man sich natürlich, wenn man es dann doch nicht schafft. Ich habe speziell im Vierten und Fünften Fehler auf Bälle gemacht, die ich eigentlich spielen kann", so Qiu.

Den 13. und letzten Startplatz, der in der Richard-Hartmann-Halle von Chemnitz für die Deutschen Meisterschaften 2016 vergeben wurde, sicherten sich die Baden-Württembergerin Katharina Sabo mit einem Fünf-Satz-Sieg über Sejla Fazlic aus Schleswig-Holstein und Bayerns Dennis Dickhardt, der WTTV-Mann Michael Servaty mit 4:1 besiegte. Nach ihrer 1:4-Niederlage gegen Göbel und dem 4:1-Sieg gegen Maria Shiba (MTV Tostedt/Niedersachsen) als Neunte bei den Damen ebenfalls qualifiziert Soinja Busemann (TSV Langstadt), während hier ihre Mannschaftskameradinnen Anne Bundesmann (2.Platz Vorrunde und Janina Kämmerer (3) dann in der Zwischenrunde scheiterten und damit gemeinsam 17.wurden. Bei den Damen als jeweils Gruppenfünfte bereits in der Vorrunde gescheitert Anna Heeg (DJK/BW Münster) und Lena Bucht (TTC GW Staffel).

Bei den Herren belegten der spätere Zweite Dang Qiu und Jens Schabacker (beide TTC Ober-Erlenbach) in der Vorrunde jeweils den ersten Gruppenplatz, der Nachrücker Matthias Bomsdorf (TTC Seligenstadt) scheiterte als Gruppenfünfter. Jens Schabacker verlor in der Endrunde sein erste Partie gegen Leon Abich (TSV Sasel-Hamburg) mit 3:4, gewann dann aber im Spiel um Platz Neun gegen Michael Servaty (TG Neuss/WTTV) mit 4:1.

Ermittelt wurden die Sieger und Platzierten am Samstag zunächst in 8 Gruppen mit je 6 Teilnehmern im System "jeder gegen jeden", wobei sich die Gruppensieger direkt für den Sonntag mit nur noch 16 Starten qualifizieren. Die Zweit- und Drittplatzierten der Gruppenspiele mussten am Samstag noch Qualifikationsspiele um weitere 8 freie Endrundenplätze bestreiten.

Nach Ausfall einiger vornomierten Spieler/innen ergab sich durch Nachrücker auch eine andere Reihenfolge bei den Aufgeboten. Mit insgesamt 13 anwesenden Startern/innen (9 Damen/4 Herren) stellte Baden-Württemberg das größte Kontingent, gefolgt vom westdeutsche Verband (3/8) und Niedersachsen (6/5) mit je 11, Bayern (3/6) und Schleswig-Holstein (4/5) mit je 9 und Hessen (5/3) mit 8 Teilnehmern.

 

Norbert Freudenberger