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18.09.2017

Kontinentale Mannschaftstitelkämpfe in Luxemburg

Ruwen Filus

Deutsche Herren mit Ruwen Filus Europameister

Die deutschen Herren sind Tischtennis Europameister. Zur Mannschaft gehörte auch der Fuldaer Ruwen Filus und der für Düsseldorf spielenden Höchster Timo Boll. Das Team bezwang im Finale Portugal 3:0. Nur einmal musste die Mannschaft zittern, als es im Halbfinale gegen Slowenien 1:2 zurücklag, dann sich aber 3:2 durchsetzte. In den Gruppenspielen gegen Spanien, Kroatien und Weißrussland sowie im Viertelfinale gegen die Ukraine gelangen den Deutschen 3:0-Erfolge.

Die EM aus Sicht von Ruwen Filus

Es war ein überaus souveräner Auftakt der deutschen Herren. Beim 3:0-Sieg gegen Spanien ging lediglich der erste Satz im Match von Ruwen Filus gegen Alvaro Robles, dem Außenseiter aus dem Süden Europas. Fuldas Abwehrass Filus war mit seinem Auftakteinzel zwar insgesamt zufrieden, erhoffte sich aber im Verlauf des Turniers eine weitere Steigerung: „Der erste Satz war zwar nicht ganz so gut, aber danach habe ich mich gesteigert und besser gespielt. Für das erste Einzel bei dieser EM war das ganz okay, aber ich kann und werde meine Form sicherlich noch steigern.“

Wie am Tag zuvor gegen die Katalanen legte Abwehrass Ruwen Filus mit einem Erfolg über Tomislav Kolarek den Grundstein für den zweiten 3:0-Erfolg des sechsmaligen Europameisters Deutschland gegen Kroatien. Gegen Weißrussland pausierte der Fuldaer.

Im Viertelfinale ging Filus bei 2:0 für Deutschland an den Tisch. Gegen das Abwehrass war Yevhen Pryshchepa völlig überfordert.

Im zweiten Einzel des Halbfinales gegen Sloweniens Weltklassespieler trat Ruwen Filus anstelle von Ovtcharov gegen Bojan Tokic an. In der Vergangenheit hatte er fast alle Duelle mit dem Saarbrücker Bundesligaspieler für sich entschieden. Am Wochenende erspielte sich das Defensivass zwar eine 1:0-Führung und vier Satzbälle im zweiten Durchgang, doch am Ende musste Filus diesmal die Überlegenheit seines Gegners anerkennen: „Bojan hat sehr gut gespielt und ich vielleicht einen Tick schlechter, als es möglich gewesen wäre. Nach dem Satzausgleich war er der Bessere und hat sich den Sieg verdient. Meine Einwechslung kam für mich überraschend und es war keine einfache Situation. Aber darauf müssen wir Spieler vorbereitet sein, deshalb spielen wir uns ja auch alle vor dem Match ganz normal ein.“

Im Finale pausierte Ruwen Filus. Das 3:0 erspielten Timo Boll, der Marcos Freitas 3:2 (-9,7,-13,5,10) bezwang, Dimitrij Ovtcharov, der sich gegen Tiago Apolonia 3:0 (6,7,9) durchsetzte, sowie Patrick Franziska, der Joao Monteiro 3:1 (-10,6,9,5) niederhielt.

Rolf Schäfer