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Bildung
17.09.2014

„Schaut euch mal das Video an …“

Ein Bericht über die C-Trainer-Ausbildung in Frankfurt-Sossenheim von Philipp Becker

Im Rahmen der C-Trainerausbildung fand in Frankfurt-Sossenheim vom 13. bis 17. August der erste von zwei Kompaktkursen statt. Unter der Leitung von Markus Reiter und Martin Mewes trafen sich 18 Anwärter auf den C-Schein zu den Modulen A und B. Man kann getrost sagen, dass es sich um eine bunt gemischte Truppe handelte, die sich aus Jung und Alt, Frau und Mann sowie erfahrenen Vereins-Trainern oder blutigen Anfängern im Trainergeschehen zusammensetzte. Das sollte sich alsbald auch als Vorteil erweisen, denn so konnte jeder vom anderen profitieren. Während langjährige Trainingshelfer ihre Erfahrung in vielerlei Hinsicht einbrachten, stellten andere wiederum wichtige und grundlegende Fragen zum Traineralltag. Folglich erhielt man einen umfassenden Einblick in das Trainerleben.

Ein gutes Beispiel dafür war das in den fünf Tagen ausgiebig trainierte Balleimertraining. Wie muss ich den Ball spielen? Wo stelle ich die Schüssel hin? Wie hoch ist die Rotation, das Tempo, wie lang der Ball usw.? Auch vermeintlich selbstverständliche Dinge galt es klar zu stellen, denn trotz einer routinierten Einspielweise gab es auch hier etwas zu verbessern.

Unterstützt wurde man dabei durch die etlichen Videosequenzen, die Martin Mewes immer wieder zur visuellen Unterstützung zwischen Theorie und Praxis einbaute.

Neben dem Balleimertraining war auch die Trainingsplanung ein Schwerpunkt des Kurses. Hierzu lud Markus Reiter am Freitag und Sonntag jeweils einige Jugendspieler ein, die sich quasi als Probanden zur Verfügung stellten. So konnten alle angehenden Trainer das zuvor Erlernte direkt austesten. Anschließend fanden ausführliche Gespräche statt, wie die Planungen umgesetzt wurden.

Ein letztes Muster, das sich durch den Trainerlehrgang zog, war, dass sowohl Martin Mewes als auch Markus Reiter stetige Bezüge zur Tischtennis-Großmacht China herstellten. Einige Ansichten und Methoden aus dem Trainingsalltag der Chinesen verdeutlichten Unterschiede zu deutschen Trainingsstunden.

Unter dem Strich entwickelten sich in diesen fünf Tagen einige Eindrücke und Ideen, die sich für eine Umsetzung im Training anbieten.