Auch am letzten Spieltag der Meisterschaft gab es einige überraschende Ergebnisse und die regulären Auf- und Abstiege sind geklärt. Für den Kreis Hersfeld-Rotenburg lief es insgesamt gut, mit mehr Aufstiegen als Abstiegen und bald werden noch einige Mannschaften die Chance bekommen, in den Relegationen ihre Klassen zu halten oder dorthin aufzusteigen.
(Siehe Rubrik Relegationen)
Völlig unerwartete Ergebnisse lieferten zum Schluss die Kreisligen.
Kreisliga Gr.1
Der TSV Sorga war im Topspiel am Freitagabend ohne große Chancen beim Meister TTV Aulatal II. Lediglich Topmann Tim Reichhardt gewann beide Einzel. Die Aulataler verloren somit keine einzige Partie in der Saison! Dies war nun die große Chance für Mitkonkurrent ESV Ronshausen II. Deren beide Gegner liegen im Hinterfeld und sollten doch klar bezwungen werden. Schon drei Punkte aus den beiden Spielen hätten für Platz zwei, die Vizemeisterschaft und somit die Relegation für den Aufstieg gereicht. Es kam jedoch alles anders! Schon beim Vorletzten Beenhausen II reichte es gerade so zu einem 5:5 Remis. Das Team aus dem Besengrund legte stark los und führte durch Schmitt/Rhein sowie Jonas Schmitt (beide Einzel), Hubert Schmidt und Frank Rhein 5:3. Für Ronshausen hatten Heinzerling/Landsrath das Doppel und Ulisse Grasso sowie Yannik Heinzerling nur zwei Einzel gewonnen. Danach aber retteten Grasso und Landsrath zumindest das Unentschieden. Um noch Vizemeister zu werden musste Ronshausen II dann halt am Sonntag zuhause gegen den TTC Landeck gewinnen. Es fing auch recht gut an für die Eisenbahner, die nach dem Doppel Fischer/Grasso und den Einzeln von Plafki, Fischer und Grasso 4:2 führten. Aber vor allem Schenklengsfelds Topspieler Niko Erbe hielt Landeck im Spiel. Er gewann beide Einzel sowie das Doppel mit Sameith. Dann wurde es noch einmal spannend. Heinzerling brachte Ronshausen 5:3 in Front. Aber die beiden letzten Einzel gewann der TTC Landeck durch Stutz und Klose zum Unentschieden. Somit scheiterte Ronshausen mit seiner Zweiten an einem einzigen Spiel, denn im Spiel-/Satzverhältnis wäre man besser gewesen als Mitkonkurrent Sorga.
Kreisliga Gr.2
Ein ähnliches „gebrauchtes Wochenende“ wie Ronshausens Zweite erlebte der TV Heringen III. Dass sie gegen Meister Ronshausen Erste Mannschaft so klar verloren, war schon erstaunlich. Somit war die Meisterschaft eh nicht möglich. Aber auch die Vizemeisterschaft klappte nicht. Weißenhasel III war der Gegner und der lag auf sicherem Platz im Hinterfeld.
Der Gastgeber hatte zwar in den Eingangsdoppeln etwas Glück, aber dann erhöhten Norbert Fernau und Thomas Noll auf 4:0. Der TV Heringen kam etwas heran, hatte aber keine reelle Chance mehr. Thorsten Noll (2) und Fernau siegten und somit war der Traum von Meisterschaft oder zumindest Relegation für die Heringer erledigt. Diesen zweiten Platz erkämpfte sich somit das Quartett aus Weiterode, das sich bei den TTF Heringen klar durchsetzte. Abgestiegen war Lüdersdorf und mit dem CdT Philippsthal steht nun auch der Teilnehmer für die Relegation fest.
1.Kreisklasse Gr.1
Asbach stand mit seiner Vierten als Meister fest. Die Absteiger wurden aber noch am letzten Spieltag gesucht. Hier spielte sich die SG Beenhausen III durch einen knappen Erfolg über Aulatal III aus der Gefahrenzone heraus. Jürgen Serve und Manuel Brand waren nicht zu bezwingen und Beenhausen gewann auch beide Doppel mit Mark/Scheuch und Serve/Brand. Mit dem TTV Petersberg stand später dann der Absteiger fest. Beim TV Heringen IV hatten sie kaum Chancen. Zudem sicherte sich Konkurrent Lüdersdorf V einen unerwarteten Punkt beim Remis gegen Röhrigshof.
1.Kreisklasse Gr.2
Die Entscheidung um Titel und Platz zwei war klar. Weißenhasel IV steigt auf. Die Relegation siehe Extrabericht. ABER um den Klassenverbleib blieb es tatsächlich bis zum allerletzten Ballwechsel spannend! Der Blick auf die Tabelle zeigt es: von Rang fünf bis zu acht sind gerade mal zwei Punkte Differenz! Dabei steht nun fest, dass Wölfershausen in die Relegation muss. Röhrigshof IV war schon abgestiegen. Während Wölfershausen gegen Meister Weißenhasel kaum Chancen hatte, musste die Partie zwischen Weiterode V und dem TTC Imshausen entscheiden. Bei einer Niederlage hätte es Weiterode erwischt. Aber schon die Doppel mit Papke/Schubert und Stauffenberg/Schaub waren stark. Imshausen blieb durch Bechstein und Göbel dran, aber Weiterodes Papke und Schubert waren nicht zu bezwingen! Der 6:4 Erfolg rettete Weiterode den Klassenerhalt.
In der Verbandsliga und der Bezirksoberliga war alles vorletzte Woche entschieden. Fast alle Vereine aus unserem Kreis waren erfolgreich oder zumindest gut platziert. Wer noch aufsteigen kann oder die Klassen halten kann, zeigt die Übersicht der Relegationen.
Den Titel in der Bezirksliga ließ sich der TTV Weiterode II nicht mehr nehmen. Wie erwartet gewannen sie mit Krones, Stein, Krauß und Schäfer klar bei Absteiger Fürstenhagen und steigen direkt in die Bezirksoberliga auf. In der Bezirksklasse änderte sich nichts mehr und auch die Frauen haben ihre Damenklassen nun abgeschlossen.
Die Relegationen im Tischtennis finden um den neunten Mai herum statt. Eine angenehme Überraschung gibt es für die beiden Teams aus Hersfeld-Rotenburg zur Bezirksliga. Die Übersicht:
Zur Verbandsliga startet TTV Weiterode als Vize der BOL. Gegner sind Bad Wildungen und Niestetal III. Zur Bezirksoberliga kann sich der TTC Lax-Hersfeld II als Drittletzter noch halten, wenn er sich gegen Neukirchen-Riebelsdorf und TTV Eschwege durchsetzt. Eventuell steigen ja zwei auf.
Die Relationsgruppe zur Bezirksliga überrascht. Der SV Ermschwerd verzichtet. Somit fallen die Entscheidungen auf Oberhone II, Frieda und Röhrigshof. Noch etwas größer war die Überraschung bei der Gruppe, die für die Bezirksklasse steht. Von den vier Mannschaften die infrage kommen zogen Ermschwerd III und Trubenhausen zurück. Somit haben unsere Kreisteams TTV Weiterode IV und der TSV Sorga die Bezirksklasse jetzt schon sicher erreicht! Je nachdem was danach an Klassen zusammengestellt wird und wer sich hält, könnten die Vereine aus Hersfeld-Rotenburg sogar noch mehr profitieren. Die Klassen des Kreises werden erst danach, wenn alles im Bezirk und Verband entschieden ist, „fertig gestellt“.



