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Seniorensport   Marburg-Biedenkopf

04.-07.06.2026
„Es ist schon ein großes Spektakel“ Angelburger Duo Tina Acker und Verena Hartmann räumen auch bei Deutschen Meisterschaften ab und zeigen sich begeistert von den TT-Finals in Erfurt

Erfurt: Rund einen Monat nach dem Silber-Erfolg bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Seniorinnen kehren Tina Acker und Verena Hartmann auch von den Deutschen Meisterschaften der Seniorinnen mit zweimal Edelmetall ins Hinterland zurück. Im Rahmen der TT-Finals in Erfurt wurden auch die Deutschen Einzelmeisterschaften der Senioren und Seniorinnen in über 20 Altersklassen ausgetragen. Acker und Hartmann qualifizierten sich mit Gold und Silber bei den Hessischen Meisterschaften für das größte TT-Fest Europas mit mehr als 1.000 Spielerinnen und Spielern vom Nachwuchs bis zu den Profis.

v.l.n.r. Verena Hartmann und Tina Acker präsentieren ihre 'Trophäen'.

Hartmann startete bei den Seniorinnen ab 40 Jahre und wurde ihrer Favoritenrolle in der Vorrundengruppe voll und ganz gerecht und gab lediglich zwei Sätze ab. Auch im Viertelfinale dominierte die Bezirksoberligaspielerin des TTV Angelburg ihre Gegnerin Tina Fehr (TTSV Saarlouis-Fraulautern) mit 3:1 und zog damit in die Medaillenränge ein. Dort wartete mit Alexandra Schankula (DJK Sportbund Stuttgart) die Topfavoritin und eine „alte Bekannte“. Wie auch schon in der Mannschaft war die aktuelle Zweitligaspielerin eine Nummer zu groß. „Leider hatte ich gegen die spätere Siegerin nur wenig Chancen, bin aber mit meinem 3. Platz überaus zufrieden“, so Hartmann, die auch im Doppel erfolgreich war. Gemeinsam mit Christine Engel (TSV Besse) überstand sie das Viertelfinale erst im Entscheidungssatz. Dabei hatten Engel, die im Einzel Silber gewann, und Hartmann gegen das sächsische Duo Maria Gebhardt / Nadine Brunzel die ersten beiden Sätze schon für sich entschieden. Das Halbfinale gegen Janette Püski und Alexandra Jaspers (DJK Essen / TuS Wickrath) wurde dann deutlicher in vier Sätzen gewonnen. Im Endspiel wartete dann einmal mehr die Topfavoritin Schankula gemeinsam mit Nancy Weida (TTV Waltershausen). Engel / Hartmann verpassten in den ersten beiden Sätzen einen durchaus verdienten Erfolg zweimal knapp mit 9:11. Im dritten Durchgang war dann „die Luft raus“ und Schankula gewann neben ihren Erfolgen im Einzel und Mixed ihre dritte Goldmedaille. „Ich war zum ersten Mal bei den TT-Finals und muss sagen, dass es schon ein großes Spektakel mit vielen Sportlerinnen und Sportlern aus ganz Deutschland und einer tollen Atmosphäre war. Es war etwas ganz Besonderes“, resümierte Hartmann „ziemlich platt aber glücklich.

Bei den Ü50-Damen startete Tina Acker mit zwei klaren Dreisatzsiegen. Im dritten Einzel gegen Carola Bratvogel (SC Eintracht Berlin) war Acker nach verlorenem ersten Satz (7:11) auf der Siegerstraße (11:4, 11:3), verlor dann aber den Faden und gab das Match mit 5:11 und 6:11 noch ab. Als Gruppenzweite musste die Holzhäuserin dann bereits im Achtelfinale antreten und meisterte die Aufgabe gegen die stark eingeschätzte Jessica Boy (SV Werder Bremen) mit Bravour. Kurioserweise setzte sich Acker im ersten Satz „zu Null“ durch und gewann den zweiten Satz „erst“ in der Verlängerung mit 15:13. Durchgang drei verlief dann „normal“ mit 11:8. Drei Sätze benötigte Acker dann auch nur im Viertelfinale gegen Patricia Stepputtis (Bischlebener SV) und hatte damit ebenfalls ihre Einzelmedaille sicher. Wie auch Hartmann traf Acker im Halbfinale auf die topgesetzte Spielerin. Gegen Sabine Neldner (Niendorfer TSV) startete Acker stark und sicherte sich den ersten Satz mit 11:4. Nach verlorenem zweiten Satz (5:11) war dann der folgende Durchgang der Knackpunkt (11:13). Im vierten Satz war dann die spätere Deutsche Meisterin etwas stärker (11:7). „Mein Wunschziel Halbfinale habe ich mir erfüllt.“ Im Doppel trat Acker, wie auch schon bei den „Hessischen“ mit Melanie Radloff (TTC Langen) an. Das Viertelfinal gegen Melanie Specht / Nicole Stich (TTC Brauweiler / TSV Schloß Neuhaus) war mit 11:7, 11:8 und 11:9 ein guter Aufgalopp. Spannend wurde es im Halbfinale. Dort unterlagen Acker / Radloff im ersten Satz gegen Margit Jeremias / Sandra Opitz (TSV Watenbüttel / Niendorfer TSV) mit 10:12 und verhinderten mit 15:13 im zweiten Satz die wohl sichere Niederlage. Das 6:11 im dritten Durchgang glichen die Hessinnen dann mit 11:2 souverän aus. Im Entscheidungssatz behielten Acker / Radloff dann, wie zuvor die Nerven und machten den Finaleinzug mit 11:9 denkbar knapp perfekt. Auch das Endspiel gegen Christiane Thöne (TTC Paderborn) und Neldner war nichts für schwache Nerven. Die Hessinnen starteten mit einem 11:8, lagen dann aber nach einem 11:13 und 3:11 plötzlich zurück. Mit 11:3 glichen Acker / Radloff aus. Der finale Satz war dann eines Finales würdig. Kein Duo konnte sich absetzen und so ging es folgerichtig in die Verlängerung, in der Acker / Radloff denkbar knapp mit 10:12 den Kürzeren zogen. Acker wird sicherlich im nächsten Jahr einen erneuten Anlauf bei den TT-Finals nehmen und sich auch im 14. Jahr für dieses Highlight im TT-Kalender qualifizieren.

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