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Personal/Hintergrund  

Eine Ära geht zu Ende

Thomas Freitag nach 35 Jahren Mitarbeit im TT-Kreis verabschiedet

Lukas Möckel (links), neuer Vorsitzender des Tischtenniskreises Werra-Meißner, verabschiedete Thomas Freitag, der nach 35 Jahren Mitarbeit im Kreis zurücktrat. Foto: Siegfried Furchert

Text und Foto: Siegfried Furchert

 

WEHRETAL. Nach 35 Jahren, in denen Thomas Freitag im Vorstand der Tischtenniskreise Eschwege und Werra-Meißner verschiedene Aufgaben übernahm, allein 17 Jahre als Kreiswart und Vorsitzender, tritt er kürzer. Auf dem Kreistag in Reichensachsen gab Freitag das Amt ab, gratulierte seinem Nachfolger Lukas Möckel.

Nach seinen Eindrücken und Erinnerungen befragt, lobte Thomas Freitag vor allem die „hervorragende Zusammenarbeit in all den Jahren im Kreisvorstand“, die ihm vor allem in den letzten Jahren viel Kraft gegeben habe. Besonders die Arbeit mit und für den Nachwuchs hat Freitag viel Spaß gemacht, hier wird er auch künftig tätig sein. Im Amt des Kreiswartes hat Thomas Freitag stets seine und die Meinung des Kreises vertreten, auch beim Hessischen Tischtennisverband und seiner Führung, scheute keine Konfrontation, suchte aber immer den Kompromiss.

Lukas Möckel war es, der nach einigen Ehrungen in einer Laudatio den Weg von Thomas Freitag im Kreisvorstand nachzeichnete. Möckel wählte dafür das Motto „Eine Ära geht zu Ende“. Auch Möckel sprach Thomas Freitags Einsatz beim Verband für den Kreis an: „Du hattest nie ein Problem damit, dich unbeliebt zu machen, wenn es der Sache diente. Aber durch diese Art hast du dir gerade in Nordhessen großen Respekt erworben. Du wurdest akzeptiert und respektiert, vom Spieler der dritten Kreisklasse bis zum HTTV-Präsidium. Das muss man erstmal hinkriegen!“.

Auf Freitags Wirken im Kreis eingehend, sprach Möckel die zurückgehende Bereitschaft der Menschen an, Sport zu treiben oder Verantwortung zu übernehmen. „Menschen wie du sind aber immer wieder vorangegangen, habe neue Ideen entwickelt und umgesetzt, um den Sport und die Vereine am Leben zu erhalten“. Besonders in der Arbeit für den Nachwuchs habe Thomas Freitag Akzente gesetzt, was sich aktuell in steigenden Mitgliederzahlen bemerkbar mache, lobte Möckel: „Vereine, die der Meinung sind, keine Nachwuchsarbeit betreiben zu müssen, haben unseren Sport nicht verstanden. Du hast unseren Sport verstanden“.

„Einen passenden Schlusspunkt seiner Arbeit hast du selbst mit dem erfolgreichen Aktionstag Anfang Juni mit Jörg Rosskopf und dem Mitmachtag in Reichensachsen mit Bundesligaspielern gesetzt, die beide sehr gut ankamen“. Lukas Möckels Schlusssatz: „Im Namen des gesamten Tischtenniskreises sage wir Danke Thomas!“. (sf)

 

Ein Mann der Tat

Kommentar von Siegfried Furchert

Das spricht für ihn, für sein Wesen, sein Engagement. Das spricht für Thomas Freitag, den ehemaligen Vorsitzenden des Tischtenniskreises Werra-Meißner. Beim Kreistag in Reichensachsen machte er den Kommentator nach der Neuwahl darauf aufmerksam, dass der Kreis „mit seinem jetzt jungen Vorstand neue Wege geht, man viel von ihm erwarten kann“. Stimmt! Aber das ist der bescheidene Thomas Freitag. Lob für andere, kein Wort über seine Amtszeit. Aber Freitags Verdienst ist es, dass er und seine Mitarbeiter den TT-Kreis dahin geführt haben, wo er heute steht, der in Hessen einen sehr guten Ruf genießt. Die Laudatio seines Nachfolgers Lukas Möckel unterstreicht das. In 35 Jahren hat Thomas Freitag in Vereinen und im Kreis wertvolle Arbeit geleistet, als Jugendwart, als Trainer, 17 Jahre allein als Kreiswart und Vorsitzender. Ein Mann der Tat. Was er für seinen Sport anpackte, brachte er auch zu einem guten Ende. Gewissenhaft und mit großem Einsatz. Beispielhaft!

1987 vom damaligen Eschweger Kreiswart Willi Ernesti bei einer Jubiläumsfeier in Albungen angesprochen, stieg Thomas Freitag als Jugendwart des Kreises in die ehrenamtliche Arbeit ein, die ihn dann nicht mehr losließ. Auch dass sein Griff nach einem politischen Amt in Reichensachsen nicht von Erfolg gekrönt war, ließ seinen Einsatz für den Tischtennissport nicht erlahmen. Gut, dass der Tischtennissport Thomas Freitag nicht verlieren wird. Die Jugendarbeit, mit der er sein Engagement begann, ist auch künftig sein Betätigungsfeld und als Aktiver legt er den Schläger auch nicht aus der Hand. Sein Verein TTC Albungen hofft darauf und dankt es ihm.

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