Qualifikation: Starkes Team TTBW und erste Überraschungen
Aus sportlicher Sicht ließen die Athletinnen und Athleten von Tischtennis Baden-Württemberg (TTBW) bereits am Samstag kräftig die Muskeln spielen. Alle fünf Qualifizierten schafften es in ihrer jeweiligen Gruppe unter die besten sechs und zogen damit geschlossen in das große Finale ein. Doch auch Überraschungen ließen nicht lange auf sich warten. Bereits im ersten Spiel der Qualifikation gewann der elfjährige und damit jüngste Teilnehmer Maximilian Zhang (ByTTV) mit 3:0 gegen einen der Mitfavoriten, Mathias Ullrich (ByTTV). Beim Race-Finale in Bayern hatte Ullrich seinen jungen Kontrahenten noch deutlich mit 3:0 besiegt.
Insgesamt erreichten jedoch alle Favoriten die notwendigen ersten sechs Plätze für den Einzug ins große Finale. Steven Kaltenbrunner (TTBW) und Alexander Döll (RTTVR) gewannen ihre Qualifikationsgruppen jeweils ungeschlagen. Auch die beiden Spielerinnen im Feld, Anja Brodbeck (TTBW) und Tina Acker (HeTTV), spielten sich souverän in das Finale.
Dramatischer Kampf um den Gesamtsieg
Am Sonntag war spätestens ab der vierten Runde Spannung pur im Kampf um den Gesamtsieg angesagt. Alexander Döll verlor in der zweiten Runde gegen Leonard Lange (TTBW), der wiederum in der dritten Runde Steven Kaltenbrunner unterlag. In Runde vier schlug Döll jedoch Kaltenbrunner. Nach vier Runden war somit kein Spieler mehr ungeschlagen. In der Folge blieb Kaltenbrunner ungeschlagen und gewann die Series-Finals. Lange wurde Zweiter und der Materialspezialist Döll Dritter.
Dass die hessischen Vertreter eher Außenseiter waren, war klar. Doch Tina Acker (TTV Angelburg) und Co. machten eine sehr gute Figur. Bei ihrer dritten Teilnahme in Folge belegte Acker einen starken fünften Platz und erreichte damit ihre bislang beste Platzierung bei den Series-Finals. Dicht dahinter folgte Leon Nguyen (TTV Gründau) auf Rang sechs. Angesichts seiner Setzposition zwölf gleicht dieses Ergebnis einer Sensation.
Die weiteren hessischen Teilnehmer hatten den Sprung ins große Finale zwar verpasst, sorgten jedoch auch im kleinen Finale für einen bleibenden Eindruck. Samuel Hochmann (TS FFM Heddernheim) setzte sich dort mit nur einer Niederlage durch. Für seinen Sieg musste Hochmann allerdings Schwerstarbeit leisten, denn drei seiner sechs Erfolge errang er erst im fünften Satz. Michael Stein (SV Germ. Inheiden) erlebte ebenfalls ein starkes Wochenende: In der Qualifikation wurde er Siebter, und auch im kleinen Finale überraschte er mit einem siebten Platz. Siegfried Büttner (Harheimer TC) belegte dort Rang elf.
Rahmenbedingungen auf höchstem Niveau
Neben dem Sport war es vor allem das Hotel Zugbrücke Grenzau, das für ein unvergessliches Wochenende sorgte. Im malerischen Brexbachtal gelegen, setzten der großzügige Wellness-Bereich, der Bowling-Abend am Samstag im Brexx sowie die ausgezeichnete Verpflegung des Hotels eine Benchmark, die in den kommenden Jahren nur schwer zu erreichen sein dürfte.
Ein sehr positives Fazit zog dann auch René Rammenstein (Organisationsleiter der Series-Finals, TTVN): „Wir haben uns in Grenzau und Mühlheim-Kärlich super wohlgefühlt. Die beiden ausrichtenden Vereine haben sich hervorragend um uns gekümmert – dafür vielen Dank. Auch dem Hotel Zugbrücke Grenzau möchten wir danken, das mit seinem Team für ein wunderbares Ambiente sorgte. Auf sportlicher Ebene merkt man, dass die Spieler immer näher zusammenrücken und Prognosen über potenzielle Sieger zunehmend schwieriger werden. Ich freue mich jetzt schon auf die Series Finals im kommenden Jahr, bei denen erstmals der Westdeutsche Tischtennis-Verband dabei sein wird.“
Alle Ergebnisse sind auf den MKTT-Online-Seiten des RTTVR zu finden.









