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Seniorensport  

05 - 06. Oktober 2019
Deutschlandpokal 60 + - erster Tag

Beide Mannschaften haben sich für das Halbfinale qualifiziert. Seniorinnen gegen TTBW, Senioren gegen TTVSH

(RALE) Heute wurden in Gruppen jeder gegen jeden die Reihenfolgen für den weiteren Turnierverlauf ermittelt.

Unsere Mannschaften (sowohl die Seniorinnen als auch die Senioren) erreichten das Halbfinale. Das ist bis zum jetzigen Zeitpunkt schon ein toller Erfolg.

In der Gruppe B bekamen es die Seniorinnen mit den Mannschaften von der Pfalz, von Bayern und von Sachsen-Anhalt zu tun.

Glücklicherweise konnten es unsere Damen ruhig angehen lassen, denn der erste Gegner hieß Sachsen-Anhalt. Etwas überraschend musste Sigrid Kaiser ihr erstes Einzel gegen Elvira Herrmann mit 0:3 Sätzen abgeben. Für die standesgemäße Führung sorgten Ulrike Kretschmer gegen Heidemarie Zenger und Hildegard Georgi gegen Karin Gebauer. Da sich Hildegard Georgi/Irma Barillon auch im Doppel souverän mit 3:1 Sätzen gegen Karin Gebauer/Elvira Herrmann durchsetzten, sah es nach einem klaren 4:1 – Erfolg aus. Doch widererwartend musste Hildegard Georgi ihr Spiel gegen Elvira Herrmann mit 2:3 Sätzen abgeben. Kurios war, dass Elvira Herrmann Hildegard Georgi zum Sieg gratulieren wollte, nachdem Georgi zum 2:2 ausgleichen konnte. Im nächsten Einzel hatte Sigrid Kaiser leichtes Spiel bei ihrem 3:0 Erfolg gegen Heidemarie Zenger. Somit war der erwartete Sieg eingetütet.

Als nächstes folgte das „Angstspiel“ gegen die Seniorinnen aus Bayern; denn im letzten Jahr mussten unsere Seniorinnen eine bittere Niederlage hinnehmen. Die Anspannung war groß; doch nach den ersten drei Einzeln stand es 2:1 durch die Siege von Ulrike Kretschmer gegen Evi Paetzold und Hildegard Georgi gegen Karin Kahl und der Niederlage von Sigrid Kaiser gegen Daniela Baumann. Danach folgte der grandiose Erfolg im Doppel zwischen Hildegard Georgi/Irma Barillon gegen Daniela Baumann/Evi Paetzold zum 3:1. Im Spiel der Spitzenspielerinnen Ulrike Kretschmer und Daniela Baumann setzte sich Kretschmer mit 3:0 Sätzen zum nicht erwarteten 4:1 Erfolg durch.

Im nächsten Spiel trafen die ungeschlagenen Pfälzerinnen auf unsere Seniorinnen. In der Vergangenheit hatten die Pfälzerinnen immer das bessere Ende auf ihrer Seite. Doch heute sollte der Bann durchbrochen werden. Im ersten Einzel musste Hildegard Georgi gegen die frühere Zweitligaspielerin Christel Diefenbach antreten. Nach Satz eins und zwei sah es nach einer deutlichen Niederlage von Georgi aus; doch Satz drei und vier gingen mit klaren Ergebnissen an Hildegard Georgi. Leider ging der fünfte Satz mit 9:11 verloren. Die nächsten beiden Einzel von Ulrike Kretschmer gegen Elisabeth Simonis und Sigrid Kaiser gegen Anneli Heintz brachten uns die 2:1 Führung. Jetzt folgte das äußerst spannend verlaufene Doppel zwischen Hildegard Georgi/Irma Barillon gegen Christel Diefenbach/Anneli Heintz. Der erste Satz ging mit 11:9 an Diefenbach/Heintz; der zweite Satz sollte noch spannender verlaufen – jedoch mussten Georgi/Barillon diesen mit 14:16 abgeben. Georgi/Barillon hielten dem enormen Druck stand und glichen zum 2:2 aus. Das Wellenbad der Gefühle ging weiter im fünften Satz. Eine stark aufspielende Heintz zum Ende dieses Satzes brachte letztendlich die Entscheidung zu Gunsten der Pfälzerinnen. Noch war nichts passiert; denn im Mannschaftskampf stand es jetzt 2:2. So eng ging es weiter; im Spitzenspiel zwischen Kretschmer und Diefenbach konnte, die für den TTC Salmünster spielende, Kretschmer leider nicht an die vorher gezeigten Leistungen anknüpfen; sie verlor dieses Spiel relativ klar mit 0:3 Sätzen. Im folgenden Einzel zeigte Georgi ihre wahres Können gegen Heintz. Nach verlorenem ersten Satz konnte Georgi sich noch mit 3:1 Sätzen durchsetzen. Das letzte Einzel zwischen Sigrid Kaiser und Elisabeth Simonis musste die Entscheidung bringen, wer als erstplatzierte Mannschaft der Gruppe B ins Halbfinale einziehen wird. Leider hatte Kaiser nicht das bessere Ende auf ihrer Seite. Somit stand eine 3:4 Niederlage im Mannschaftskampf fest. Es war eine Superleistung der Mannschaft.

Morgen früh um 9 Uhr geht es dann im Halbfinale gegen den Tabellenersten der Gruppe A, TTBW. Dieses Spiel wird eine Riesenherausforderung. Die Spitzenspielerinnen von TTBW (Hannelore Stowasser) und unserer Mannschaft (Ulrike Kretschmer) standen sich im Juni bei den Deutschen Einzelmeisterschaften der Seniorinnen 60 im Endspiel gegenüber (hier hatte Stowasser noch das bessere Ende auf ihrer Seite).

Das absolute Highlight dieses Tages waren die zwei 4:0 Erfolge unserer Herren gegen Thüringen und Pfalz – die Belohnung dieser herausragenden Leistung war der direkte Einzug ins Halbfinale am morgigen Sonntag. Um 9 Uhr treffen unsere Herren auf die Mannschaft von Schleswig-Holstein, die sich heute nachmittag mit 4:3 gegen die Vertretung von Rheinhessen/Rheinland durchsetzten.

Jetzt zu den Einzelheiten

Im ersten Spiel gegen Thüringen war nur das Einzel zwischen Hartmut Drescher gegen Jörg Griebsch. Nach einem 1:2 Satzrückrückstand steigerte sich Drescher enorm und entschied die zwei nächsten Sätze mit 11:7 für sich. Damit war der Bann gebrochen – die klaren 3:0 Erfolge von Kay Seyffert, Gerhard Blob und vom Doppel Seyffert/Drescher stellten den 4:0 Endstand her.

Da die Pfälzer Senioren sich ebenfalls klar gegen Thüringen durchsetzten, kam es jetzt zum „Gruppenendspiel“ zwischen unserer Mannschaft und der Pfalz. Dass dies eines der schwersten Spiele dieses Deutschlandpokal-Wochenendes werden wird, war jedem in beiden Mannschaften und den Betreuern klar. Für einen guten Start sorgte Kay Seyffert mit seinem verdienten 3:0 Erfolg gegen Steffen Engel. Die größte Herausforderung hatte im zweiten Einzel Thomas Luck in seinem Spiel gegen Gerd Werner vor der Brust. Gegen den amtierenden Deutschen Einzelmeister der Senioren 65 verlief der erste Satz knapper als zu erwarten war – Luck gab diesen mit 9:11 ab. Doch mit dem Start des zweiten Satzes hatte Luck eine gute Idee; diese setzte er in den nächsten zwei Sätzen um (11:9 und 11:7) und führte gegen den klaren Favoriten mit 2:1 Sätzen. Auf der Siegerstraße verließ Thomas Luck etwas der Mut. Die Folge war das klare Ergebnis im vierten Satz von 5:11. Doch Luck ließ sich von dem Satzausgleich nicht entmutigen; auch beim Spielstand von 6:9 nicht. Er legte den Schalter um, besann sich auf seine Stärken und machte fünf Punkte in Folge – zum 11:9 im fünften Satz. Der spannende Spielverlauf ging weiter. Hartmut Drescher musste gegen Bernd Zimmermann einen 1:2 Satzrückstand aufholen; dies tat er mit Bravour (11:9 und 11:2) stellten den 3:0 Spielstand sicher. Im folgenden Doppel musste Drescher wieder ran – nämlich mit Kay Seyffert. Dieses Spiel war auch nichts für schwache Nerven. Die gegnerischen Spieler waren Steffen Engel/Berthold Ehrhart. Die drei ersten Sätze endeten jeweils mit zwei Punkten Unterschied (12:14, 11:9, 13:11). Die 2:1 Satzführung gab Seyffert/Drescher die notwendige Sicherheit. Mit 11:6 stellte unser Doppel den 3:1 Erfolg sicher. Das klare Mannschaftsergebnis von 4:0 hätte im Vorfeld niemand für möglich gehalten.

Wir, vom Seniorenausschuss, drücken beiden Mannschaften für die jeweiligen Halbfinalspiele die Daumen. Von den gestarteten Verbänden haben nur noch zwei realistische Chancen die Gesamtwertung des Deutschlandpokales zu gewinnen – diese sind TTBW und wir. Uns erwarten spannende Spiele ab 9 Uhr, mit dem erhofften Erfolg unserer Mannschaften.

Für den Seniorenausschuss

Raimund Lenges (Ressortleiter Seniorensport)

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