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Top 40 war für viele Spitze

Freiensteinau (kel). Das neue Ranglistensystem Top 40 hat die Feuertaufe beim Jugendranglistenturnier in Freiensteinau bestanden. Stimmen zum Turnier.

Freiensteinau (kel). Das neue Ranglistensystem Top 40 hat die Feuertaufe beim Jugendranglistenturnier in Freiensteinau bestanden. Hochklassige Spiele schon in der Vorrunde machten deutlich, dass keiner bereit war, mal eben ein Spiel gegen einen unangenehmen Gegner "wegzuschenken”, um sich intensiver auf die nächsten Begegnungen konzentrieren zu können.
"Das Spielsystem ist Spitze. Jetzt kommen nur die psychisch Starken durch”, freute sich HTTV-Cheftrainer Helmut Hampl über den Kampf auf Messers Schneide. "Wir brauchen Leute, die lernen, sich durchzubeißen und Nervenstärke zu beweisen”, betonte Hampl. Durch die Gruppenspiele bliebe der Ranglistencharakter erhalten.
Hampl verfolgte mit seinem Trainerteam die Spiele der Kadermitglieder. "Wir müssen wissen, wie der Leistungsstand im Wettkampf ist. Daraus werden wir die nächsten Trainingsschritte einleiten”, sagte Hampl.
Das TOP 40-Turnier sei zwar ein Novum in Hessen, habe sich aber auf Bundesebene bewährt. "Die Vorteile liegen auf der Hand. Die Vorranglisten und Regionalranglisten fallen bei den A-Schülern und Jugendlichen weg. Es geht direkt mit der Bundesrangliste weiter. Dadurch haben die Spitzenleute einfach mehr Wettkampfpausen.”
Für Nominierungen sei es wichtig, dass die Rangliste von Platz eins bis 40 ausgespielt würde. Sicherlich gebe es Härtefälle. "Durch altersgemäße Verschiebungen braucht man eine gewisse Flexibilität”, gab Hampl zu. Die Aufwertung der Ranglistenspiele sei schon länger sein Wunsch gewesen. "Vom alten System wegkommen und schon in der Gruppe hart auf hart um Platz eins und zwei kämpfen, fördert das Leistungsvermögen”, ist Hampl überzeugt.
Die Kritik an dem neuen Austragungsmodus hielt sich in Grenzen. Nur Kreisjugendwart Alois Stricker aus Fulda bemängelte, dass die Pausen zwischen den einzelnen Spielen "unendlich lang” seien. "Das Turnier passt rechnerisch auf 16 Tische, in Freiensteinau wurden nur zwölf Tische aufgestellt.” Dann müsste man in Hessen neue Hallen bauen, konterte Klaus Göller, Ressortleiter Jugendsport. Es gebe bundesweit kaum Sporthallen, die Boxengrößen von zwölf auf sechs Meter zuließen. Der Zeitplan sei absolut in Ordnung. Eine Ranglistenveranstaltung, die samstagmittags beginne und von von 12 bis 19.30 Uhr dauere und sonntags um 16 Uhr zu Ende sei, müsse jeder, der über Turniererfahrung verfüge, loben.
HTTV-Präsident Dr. Englisch urteilte: "Ein neues Ranglistensystem hat - wie das alte auch - Vorteile und Nachteile. Eine abschließende Beurteilung sollte erst nach dem gesamten ersten Durchgang bei der Jugend und den Damen/Herren vorgenommen werden. Es ist für die betroffenen Spieler/innen schwer zu verstehen, wenn man mit einer oder zwei Niederlagen nicht unter die ersten Acht im Klassement erscheint. Andereseits müssen wir unsere Spitzenathleten auf die nationalen und internationalen Wettkämpfe vorbereiten, und dort erwartet sie ein ähnliches Spielsystem. Letztlich kann sich im Spitzenbereich nur durchsetzen, wer in kritischen Situationen die Nerven behält und Topleistung bringt. In dieser Hinsicht ist das System vorteilhaft. Ob es für die mittleren und hinteren Ränge so gesehen werden kann, wage ich zu bezweifeln. Die meisten wussten nicht, um welche Plätze sie spielen bzw. wo sie am Ende gelandet waren - das ist noch nicht transparent. Diese Jungen und Mädchen wollen auch spielen - und nur drei bzw. vier Einsätze an einem Tag sind nicht unbedingt motivierend für solch ein Turnier.”

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