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Einzelsport Erwachsene  

Hohmeier/Kämmerer holen überraschend den Mixed-Titel

Es ist neben dem frühen Ausscheiden von Patrick Franziska die wahrscheinlich größte Überraschung des Turniers, der Titel im Mixed ging an Nils Hohmeier und Janina Kämmerer und somit nach Hessen.

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Bereichsleiter und Vizepräsident Öffentlichkeitsarbeit

Große Freude bei Janina Kämmerer und Niels Hohmeier (Mitte) über den Mixed-Titel ©Marco Steinbrenner

Dabei sah es die ersten beiden Sätze alles andere als nach einem Erfolg aus. Zu sicher agierten die Routiniers von Westdeutschen Tischtennis-Verband Erik Bottroff und Nadine Bollmeier. Mit 11:5 und 11:7 sicherten diese sich die ersten beiden Durchgänge. Doch dann legten Janina Kämmerer und Nils Hohmeier ihre Nervosität bei ihrer ersten Finalteilnahme bei Deutschen Meisterschaften ab. Der dritte Durchgang ging deutlich mit 11:3 an das hessische Duo, das nun auch taktisch besser agierte und die Gegner zu leichten Fehlern zwang.
Die Ruhe bewahrten sie auch im vierten Satz als Bottroff/Bollmeier einen 5:9-Rückstand ausgleichen konnten. Die beiden holten die nächsten beiden Punkte zum Satzgewinn, der Entscheidungsdurchgang musste die Entscheidung bringen. Beim Stand von 3:4 beschädigte Janina Kämmerer bei versuchtem Vorhandtopspin ihren Schläger derart, dass sie mit diesem nicht weiterspielen konnte. 

Ein Ersatzschläger musste her, der war aber alles andere als gleichwertig. „Er ist deutlich abgespielter als mein eigentlicher Schläger. Mit dem gebe ich eigentlich nur Kindertraining in Langstadt“, erklärte die 21-jährige Spielerin des TSV Langstadt.

Vielleicht war es eine glückliche Fügung, woran es im Nachhinein auch immer gelegen hat: „Nach dem Wechsel haben wir keinen Fehler mehr gemacht“, so Kämmerer. Sie und DTTB-U23-Kaderspieler Nils Hohmeier genießen ihren Erfolg. „Das ist ein absolutes Highlight. Wir freuen uns riesig. Es war ein cooles Turnier für uns." Hohmeier verriet: „Vor dem Finale haben wir beide nicht geglaubt, dass Gold für uns möglich ist." Den dritten Platz sicherten sich Tobias Hippler/Franziska Schreiner (TTVN/BTTV) und Frederik Spreckelsen/Vivien Scholz (TTVSH/TTBW).

Im Einzel gelang Nina Mittelham (BeTTV) die Titelverteidigung. In einem ausgeglichenen und spannenden Finale setzte sie sich gegen die dreifache Deutsche Meisterin Kristin Lang nach 0:3-Rückstand noch mit 4:3 durch. Die Titelverteidigung gelang Mittelham auch im Doppel. An der Seite von Sabine Winter, die sich nach 2010, 2013, 2015 und 2018 bereits ihren fünften Doppeltitel sicherte. 

Eine Premiere gab es bei den Herren. In Abwesenheit von Timo Boll, der in Wetzlar im vergangenen Jahr seine letzten Deutschen Meisterschaften spielte gelang Ricardo Walther (WTTV) der Coup. Im Finale gewann er gegen den Verbands- und Nationalmannschaftskollegen Benedikt Duda mit 4:2. 

Mit 3.800 Zuschauern an beiden Tagen waren die 88. Deutschen Meisterschaften, bei der dritten Auflage in Chemnitz, gut besucht. Bereits am Samstagvormittag war die Stimmung gut. Das neue Format als zweitägige Veranstaltung dürfte zukunftsweisend sein, auch wenn der Spielablauf sehr eng gestrickt ist. Ob im nächsten Jahr der Mixed-Wettbewerb weiter zum Programm gehört oder ob Kämmerer/Hohmeier sich erst einmal letzte Mixed-Sieger nennen dürfen bleibt abzuwarten, da in Chemnitz keine der Topspieler*innen die Dreifachbelastung auf sich nahm. 

Ausführliche Berichte, Videos und Bilder finden Sie auf www.tischtennis.de 

 

 

 

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